Mehrsprachigkeit als Geschenk

Im Rahmen eines multilingualen Betreuungskonzeptes haben wir uns zum Ziel gesetzt, die Mehrsprachigkeit ab den ersten Lebensmonaten bei den Kindern zu fördern und sie somit auf das Leben in einer globalisierten vielfältigen Welt vorzubereiten.

Warum soll mein Kind mehrsprachig aufwachsen?

Viele Studien belegen mittlerweile, dass Kinder, die zwei- oder mehrsprachig aufwachsen, Fremdsprachen akzentfrei sprechen lernen und sie als eine Muttersprache ansehen. Für sie ist es in Zukunft einfacher, weitere Sprachen zu lernen, da sie über ein tieferes Verständnis des sprachlichen Aufbaus und der Grammatik verfügen. Mehrsprachige Kinder gelten langfristig als sprachlich wendiger und im Denken leistungsfähiger und flexibler.

Sprachwissenschaftler haben belegt, dass durch frühe Mehrsprachigkeit bei Kindern auch die intellektuelle Entwicklung gefördert wird. Da der Erfolg des Spracherwerbs, insbesondere mit einem möglichst frühen Beginn und mit der Intensität des Kontaktes, mit der neuen Sprache eng verbunden ist, ist es besonders sinnvoll und wichtig, dass die Kinder wie bei „Multi Lingua“ von klein auf bis zum Schuleintritt mehrsprachig betreut und gefördert werden.

Wir wollen die Kinder nicht überfordern. Jedes Kind verfügt in hinreichendem Maß über die erforderlichen Sprachlernfähigkeiten, da die menschliche Sprachfähigkeit nicht auf Ein-, sondern auf Mehrsprachigkeit ausgelegt ist. Wir betrachten die natürliche Mehrsprachigkeit daher als ein Geschenk, dass wir nicht ungenutzt lassen wollen.

Unsere Schwerpunktsprachen Deutsch als Landessprache sowie Englisch und/ oder Russsich als Sprachen der internationalen Kommunikation wollen wir unseren Kindern mit auf den Weg geben und ihnen somit eine zusätzliche Chance auf ein erfolgreiches Leben anbieten.

Wie wird das Sprachenkonzept von „Multi Lingua“ umgesetzt?

Das Konzept der Mehrsprachigkeit setzen wir anhand der Immersionsmethode um. Dies bedeutet, dass die Kinder im Alltag mit einer weiteren Sprache konfrontiert werden und in diese „eintauchen“. Die Kinder lernen die zweite/dritte Sprache im Kindergartenalltag kennen, da jede(r) der Erzieher/innen ihre/seine Muttersprache(n) mit den Kindern spricht. Durch das tägliche Hören der Zweit/Drittsprache, erwerben die Kinder zuerst den passiven und später dann den aktiven Wortschatz.

Da die Muttersprachler konsequent ihre Muttersprachen sprechen, wird die Sprache nicht unterrichtet, sondern die Kinder erleben die Sprache im täglichen Ablauf, wie in einem Sprachbad (Immersion). Die Methode „eine Person - eine Sprache“ ermöglicht es, die zweite Sprache wie die eigene Muttersprache aufzunehmen.

Redewendungen wie z.B. „Wash your hands“ (eng.) oder „Moj ruki“ (ru) werden durch Gestik und Mimik unterstützt. Dies erleichtert das Verstehen. Bestimmte Wörter werden immer wieder verwendet. So werden sie von den Kindern schnell aufgenommen und verstanden. Es wurde nachgewiesen, dass feststehende Redewendungen, die häufig wiederkehrende ritualhafte Aktivitäten bezeichnen (wie etwa sich zu grüßen, sich zu verabschieden oder Aufforderungen zum Händewaschen, Zähneputzen, Mittagessen u.a.), von den Kindern besonders schnell gelernt und verinnerlicht werden.

Bestimmte Gruppenaktivitäten wie z.B. Kinderlieder singen, Musizieren, Rollenspiele, etc. stellen die Verbindung von Sprache und Handlung her, machen sie einprägsamer und lebendiger. Im täglichen Morgenkreis werden spielerisch die Grundelemente der Sprache vermittelt und die Kinder erhalten die Möglichkeit, im Bewegungsspiel vor der Gruppe aktiv zu sprechen. Die sprachliche Ausdrucksfähigkeit und die Erweiterung des Wortschatzes werden durch didaktische Spiele, Sachbücher und andere Kreativmethoden unterstützt.

Die täglichen Lerneinheiten werden im Wechsel sowohl in deutscher als auch in englischer und/ oder  russischer Sprache angeboten. In jeder Gruppe arbeitet jeweils ein/e deutsch-, ein/e englisch-, und / oder ein/e russischsprachige(r) Erzieher/in nach dem Prinzip: eine Sprache – ein/e Kindererzieher/in. Die Kinder verbinden eine Sprache mit einer bestimmten Bezugsperson und können sich so leichter orientieren. In der frühen Eingewöhnungsphase, wenn das Kind in der Regel eine der Sprachen besser spricht / versteht, wird in der dem Kind verständlichen Sprache gesprochen.

Durch die Methode „Eine Bezugsperson - eine Sprache“ sollen die Kinder die Fähigkeit erwerben, beziehungsweise erweitern, die Sprache in unterschiedlichen Situationen zu wechseln (umschalten). Wir sprechen dabei von „situationsabhängiger Sprachtrennung“. Wichtig ist, dass die Kinder Freude dabei haben und sich in den Sprachen wohlfühlen.
 

Sie haben Interesse an einem Platz in unserem Kindergarten, oder möchten gern weitere Informationen zu uns und unserem Angebot?
 
Unter (030) 544-87-135 stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung und beantworten Ihre Fragen.
 

Zur Anmeldung >